Spreizer und Schere

Unserer Spreizer, auch Rettungsspreizer genannt dienen zum Auseinanderspreizen, beispielsweise von verklemmten oder deformierten Autotüren oder zum Wegdrücken von Wrackteilen. Sie können allerdings auch zum Zusammendrücken oder Anheben verschiedener Materialien benutzt werden. Durch die multifunktional gestalteteten Spreizerbacken – sie bestehen aus gesenkgeschmiedetem und gehärtetem, scharfkantigem Stahl – ist es auch möglich in kleinste Spalten zu kommen bzw. Blech zu schälen. Mit einem speziellen Kettensatz kann mit dem Spreizer auch gezogen werden, um beispielsweise zum Befreien von Verletzten die Lenksäule eines PKW wegzuziehen. Diese Methode ist jedoch veraltet. Stattdessen kommen heutzutage Rettungszylinder zum Einsatz und der gesamte Motorraum wird nach vorne weggeklappt. (Die FF-Untergrossau ist im Besitz eines solchen Rettungszylinders)

Unsere Rettungsscheren dienen zum Durchtrennen von Materialien, bei einem Verkehrsunfall beispielsweise zum Abtrennen eines Autodaches.

Die immer weiter fortschreitende Verbesserung der passiven Sicherheit im PKW-Bereich bringt durch die in den Fahrzeugen verbauten Materialien und Spezialprofile zusätzliche Probleme für die Feuerwehren mit sich. So sind zum Beispiel die B-Säulen moderner Pkw’s so stabil gearbeitet, dass manche Rettungsscheren mit einer max. Druckkraft von über 95 t im Einsatz sind. Diese starken Rettungsscheren sind wegen ihres hohen Eigengewichts nicht einfach zu handhaben.

Für Technische Einsätze, vor allem auf der A2 und der B65, sind Schere und Spreizer in unserer Wehr nicht wegzudenken. Dadurch konnten wir schon zahlreiche Menschenleben retten!

 

Glassäge

Mit dem “Glasmaster“ trennen wir Scheiben in weniger als 1 Minute heraus!

Das revolutionäre patentierte Glas-Master ist ein manuelles Glasschneidewerkzeug, das Rettungskräften die Zeit zum Heraustrennen von Scheiben enorm verkürzt.
Ohne den Einsatz von elektrischen/hydraulischen Geräten können Scheiben in Sekunden (ohne Gefahr für Opfer und Retter) herausgetrennt werden.

 

Hebekissen


Vetter Druckkissen einschließlich dem Rettungssatz werden dort eingesetzt, wo große Hubhöhe, enorme Anpassungsfähigkeit und dennoch „sanfte Kraft“ erforderlich ist.

Zum Beispiel beim Heben und Aufrichten von umgestürzten Fahrzeugen, insbesondere bei dünnwandigen Karosserieteilen an PKW, Bus, Kastenwagen, Bahn. Doch auch als Notabstützung in Baugruben oder bei Rettung von eingeklemmten Menschen und Tieren sind Druckkissen die schnellen und sicheren Helfer.

Hubkraft bis zu 13t

 

Atemschutz

Die Notwendigkeit des Schutzes vor gefährlichen Stoffen begleitet die Feuerwehr in ihrer gesamten bisherigen Entwicklung. Zunächst galt es, sich vor den bei Bränden entstehend Atemgiften zu schützen. Dazu reichten bis zum Mittelalter feuchte Tücher die vor Mund und Nase gelegt wurden.

Mit Beginn der Industrialisierung im 18. Jahrhundert musste die Atemschutztechnik vor immer gefährlicheren und immer stärkeren Konzentrationen der Atemgifte schützen. Die ersten Feuerwehren benötigten immer wirkungsvolleren Schutz. Es wurden Atemschutzgeräte entwickelt die den heute noch benutzten Schlauchgeräten entsprachen.

Ende des 19. Jahrhundert wurden die ersten Atemmasken und Filter von den Feuerwehren eingesetzt. 1920 kamen in den Feuerwehren die ersten Regenerationsgeräte zum Einsatz. Erstmalig konnten Feuerwehrleute ihre Atmung von der Umluft unabhängig schützen ohne durch Schläuche in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt zu sein.

Seit 1950 stehen den Feuerwehren Preßluftatmern zur Verfügung, die in etwas abgewandelter Form bis heute noch in Verwendung sind.
Die Freiwillige Feuerwehr Obergrossau ist seit langen Jahren mit schwerem Atemschutz ausgerüstet. Der Atemschutz ist für die Feuerwehr zu einem unverzichtbaren Hilfsmittel geworden. Er schützt den Feuerwehrmann vor den gefährlichen Atemgiften.